EL REFUGIO - Kinderheim in Honduras

Was geben wir unseren Kindern?

Wir haben die Bedürfnisse unserer Kinder in fünf Kategorien aufgeteilt:

1) Ein Daheim und Geborgenheit

2) Ernährung

3) Schulbildung

4) Gesundheit

5) Freizeit

Unser Ziel ist es, all diese Bedürfnisse abzudecken, um den Kindern eine umfassende persönliche Entwicklung in einem positiven, stimulierenden Umfeld zu ermöglichen.

1. Ein Daheim und Geborgenheit

EL REFUGIO soll ein Daheim sein, in dem sich jedes Kind wohlfühlt. Deshalb haben wir es so kindgerecht wie möglich eingerichtet. Mädchen und Buben wachsen zusammen auf, schlafen und waschen sich aber getrennt. Aus Platzgründen nehmen die Buben und die Mädchen auch die Mahlzeiten getrennt ein. Das Heim hat zwei Küchen und zwei grosse Esszimmer. Viele Kinder haben zum ersten Mal ein Bett für sich, sanitäre Anlagen sowie persönliche Besitztümer wie Kleider, Schulmaterial und Spielsachen.

Noch wichtiger sind aber die drei Betreuerinnen, die im Heim wohnen und rund um die Uhr für die Kinder da sind. Sie sind für die Erziehung und die Freizeitgestaltung verantwortlich. Tagsüber arbeiten auch eine Sozialarbeiterin sowie eine Psychologin im Heim. Beide kümmern sich individuell um die Probleme der Kinder. Zur Unterstützung des Personals und um den vielen Kindern genügend Zeit und Liebe schenken zu können, beschäftigen wir auch zwei VolontärInnen aus der Schweiz.

2. Ernährung

Viele Kinder kommen unter- oder mangelernährt und vernachlässigt zu uns. Eine ausgewogene Ernährung, die Rücksicht auf die Essgewohnheiten der Kinder nimmt, ist deshalb sehr wichtig. Unsere Köchinnen arbeiten nach einem Menüplan, der von einer Ernährungsberaterin zusammengestellt wurde. Typische Morgenessen sind Milchreis, Haferflocken, Brot mit Butter und Konfitüre sowie Kakao. Das Mittagessen ist die Hauptmahlzeit; hier erhalten die Kinder Teigwaren, Reis, Gemüse und etwas Fleisch. Das Nachtessen ist leichter und setzt sich meistens aus Tortillas, Bohnen, Käse und Eiern zusammen. Zu jedem Essen gibt es Wasser oder Fruchtsäfte.

3. Schulbildung

Drei Lehrerinnen unterrichten morgens von 8 bis 12:00 Uhr je zwei Klassen mit je höchstens 15 Kindern. Nachmittags erledigen die Schülerinnen und Schüler unter Aufsicht der Erzieherinnen ihre Hausaufgaben, besuchen die Computerschule oder schreiben Briefe, zeichnen und basteln. Viele unserer Kinder haben schon mehrere Schuljahre versäumt, weil sich ihre Eltern die obligatorische Schuluniform und das Schulmaterial nicht leisten konnten oder sich gar nicht darum gekümmert haben.

4. Gesundheit

Alle Kinder werden kurz nach Eintritt von einem Kinderarzt untersucht. Je nach Ergebnis dieser Untersuchung werden die Kinder behandelt. Besonders häufig sind bei unseren neuen Kindern Unterernährung, Atemwegsprobleme und Hautausschläge.

Unsere Krankenschwester, die rund um die Uhr für die Kinder da ist, reinigt und verbindet Wunden, verabreicht Medikamente und kontrolliert das Gewicht und führt ein Gesundheitsdossier für jedes Kind.

In Notfällen bringen wir die Kinder im Auto in eine Klinik in die nächste Stadt, nach Choloma oder nach San Pedro Sula. Von Zeit zu Zeit besucht uns auch ein Kinderarzt, der die Kinder untersucht und unserem Personal die nötigen Behandlungsanweisungen gibt. Generell versuchen wir, durch eine ausgewogene Ernährung, ein hygienisches Umfeld sowie viel Schlaf den Organismus der Kinder zu stärken und sie dadurch vor Krankheiten zu schützen.

5. Freizeit

EL REFUGIO ist mitten in grüne Hügel gebettet und verfügt über 14'000 Quadrameter Umschwung mit einem Fussball- und Basketballplatz, einem gedeckten Spielplatz und mehreren Spielplätzen. So verbringen die Kinder ihre Freizeit grösstenteils draussen beim Spielen, bei der Gartenarbeit sowie verschiedenen Tätigkeiten rund ums Heim. Je nach Alter hat ein Kind verschiedene Aufgaben: Schlafzimmer aufräumen, Esszimmer putzen, wischen, aufziehen, Toiletten putzen, Kleider waschen und verräumen, Abfall wegbringen etc.

An den Wochenenden organisieren wir oft Mannschaftsspiele und kleine Sportwettbewerbe. Von Zeit zu Zeit unternehmen wir auch Ausflüge, etwa ans Meer oder in ein Schwimmbad. Wenn das Wetter schlecht ist, dürfen die Kinder manchmal ein wenig fernsehen oder vergnügen sich mit Gesellschaftsspielen.

Die Tanzgruppe von EL REFUGIO